Steffen Edinger, Geschäftsführer der SafeLane Global GmbH

Steffen Edinger über seine Zukunftspläne für SafeLane Global Deutschland und über Jobs für Immigranten.

Kennen Sie Steffen Edinger, Geschäftsführer der SafeLane Global GmbH in Deutschland?

Diese Woche stellen wir Ihnen im Staff Spotlight Steffen Edinger vor.

Der Geschäftsführer von SafeLane Global in Deutschland berichtet über seine Zukunftspläne, seine Ansätze für weiteres Wachstum des Deutschlandgeschäfts und über Jobs für Immigranten.

Wie lange sind Sie schon bei SafeLane Global und was haben Sie vorher gemacht?

Ich bin seit dem 1. September 2018, also seit etwa eineinhalb Jahren, bei SafeLane Global tätig.

Zuvor war ich bei einem Bergbauunternehmen in Westafrika und Sierra Leone beschäftigt.

Ihr Wechsel in die Kampfmittelräumung hört sich nach einer ganz anderen Herausforderung an. Inwieweit profitieren Sie in Ihrer jetzigen Rolle von Ihrer vorherigen Aufgabe?

Nun, ich komme aus dem Projektmanagement. Die Inhalte meiner Aufgaben bei SafeLane mögen anderer Natur sein, für Prozesse, Abläufe und Vorgehensweisen stehen aber die gleichen Werkzeuge zur Verfügung.

Ein Schwerpunkt meiner jetzigen Tätigkeit ist das Ressourcenmanagement. Und hier konnte ich einschlägige Expertise aufbauen.

Im Rahmen meiner letzten Tätigkeit war ich unter anderem auch für „Soziale Unternehmensverantwortung“ verantwortlich. Wenn man in Afrika arbeitet, bedeutet das immer auch, den Menschen vor Ort einen Mehrwert zu bieten. Mein Fokus war darauf gerichtet, Menschen zur Eigeninitiative zu ermutigen und somit Armut zu bekämpfen sowie Gesundheitsprojekte und lokale Bildungsinitiativen voranzubringen.

Durch diese Erfahrungen habe ich Kompetenzen erworben, die sich jetzt als sehr nützlich und vielseitig einsetzbar erweisen.

Warum haben Sie bei SafeLane beworben?

Tatsächlich habe ich mich gar nicht direkt bei SafeLane Global beworben, sondern auf die Anzeige eines Headhunters, in der der Unternehmensname gar nicht auftauchte. Was mich an der Jobbeschreibung sofort angesprochen hat, war das geforderte Zusammenspiel von Unternehmertum und humanitärem Engagement. Diese Verbindung stellt sicher, dass die Tätigkeit Substanz und Wirkung hat. Das war der Auslöser für meine Bewerbung!

Darüber hinaus war ich von den Unternehmenswerten begeistert, die eindrucksvoll von den Führungspersonen gelebt werden.

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Tätigkeit?

Ganz klar, dass ich mit Menschen zu tun habe! In Deutschland geht es für SafeLane gerade darum, einen Generationswechsel zu meistern. Wir haben eine ganze Reihe an Mitarbeiter*innen, die am Ende ihrer Berufslaufbahn stehen und umfangreiches Know-how aufgebaut haben. Bevor diese Leute in Rente gehen, müssen wir sicherstellen, dass ihr Wissen an die nachfolgende Generation an Mitarbeiter*innen weitergebeben wird.

Der Markt ist eng und wir haben nur begrenzte Ressourcen. Vor diesem Hintergrund müssen wir neue Mitarbeiter*innen unbedingt bestmöglich einarbeiten und ihnen die Möglichkeit bieten, ihre branchenspezifischen Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Und zwar individuell abgestimmt auf die jeweiligen Voraussetzungen und Bedürfnisse. Dabei nutzen wir einen Ausbildungsplan mit umfangreichen theoretischen und praktischen Komponenten. Darüber hinaus achten wir darauf, die hohen SafeLane-Standards einzuhalten.

Zurzeit ist der Kampf gegen das Coronavirus weltweit das zentrale Thema. Wie gehen Sie mit der Pandemie um?

Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, um unsere Mitarbeiter*innen zu unterstützen. So haben wir zum Beispiel schon sehr früh das jährliche weltweite Führungskräftetreffen verschoben. Wir haben Desinfektionsspray an alle Mitarbeiter*innen ausgegeben und Verhaltensregeln erlassen, um sie und die Menschen in ihrer Umgebung zu schützen.

Wir sind in Bezug auf Corona in der glücklichen Situation, dass unsere Teams meist auf großen Flächen   unterwegs sind, sodass sie ganz natürlich den erforderlichen Abstand untereinander wahren. Außerdem arbeiten die meisten Mitarbeiter*innen draußen und oft in Wald-, Sperr- oder abgelegenen Gebieten, manche sogar unter Wasser.

Das heißt: Auf der einen Seite können wir sicherstellen, dass der geforderte Abstand untereinander eingehalten wird. Auf der anderen Seite können wir dadurch zurzeit noch die meisten unserer Projekte weiterführen.

Was ist Ihre Vision für SafeLane Global in Deutschland?

Die Vision ist, dass SafeLane Global Marktführer bei der Kampfmittelräumung an Land und im Wasser wird. Um dorthin zu kommen, müssen wir unsere Reputation am Markt und unsere Personalkapazitäten stetig ausbauen.

Zurzeit hat die Landseite, bedingt durch die Tradition des Unternehmens, einen Vorsprung auf der Landseite. Unser Fokus muss also auch auf dem Marine-Bereich liegen. Und hier gibt es ein enormes Potenzial, wenn ich etwa an unser zweites Standbein im Marine-Bereich denke – den Stahlwasserbau und Industrietaucherei.

Es gibt eine große Nachfrage für unsere Leistungen. Das ist ein großartiges Ziel, auf das ich mit Stolz und Begeisterung hinarbeite.

Was wird SafeLane Global Deutschland dazu in diesem Jahr unternehmen?

Ganz vornan steht die Erweiterung unseres Teams. Das heißt, wir müssen in einem Bereich, in dem in Deutschland der Wettbewerb um Arbeitskräfte extrem stark ist, Talente für unser Unternehmen gewinnen. Obwohl wir die Löhne schon stark erhöht haben, können die Verdienstmöglichkeiten in unserer Branche im Vergleich etwa zur Baubranche in Teilbereichen geringer sein. Umso mehr müssen wir den Leuten klarmachen, dass die Kampfmittelräumung ein Höchstmaß an Arbeitsplatzsicherheit bietet, es gute Karrieremöglichkeiten gibt, die Tätigkeit Zukunft hat und nicht zuletzt, dass SafeLane Global ein Top-Arbeitgeber ist.

Natürlich müssen wir gleichzeitig dafür sorgen, dass die neuen Mitarbeiter*innen so schnell wie möglich integriert und eingearbeitet werden, damit sie ihre Fähigkeiten einbringen und ausbauen können.

Im letzten Jahr haben wir 50 neue Mitarbeiter*innen eingestellt und weitgehend reibungslos und effizient in das Unternehmen integriert. Parallel entwickeln wir unsere Einarbeitungs- und Ausbildungsprozesse kontinuierlich weiter. 

Wachsen werden wir aber auch durch Kooperationen und Übernahmen. Wo immer wir potenzielle Partner für kurzfristige oder, noch besser, langfristige Zusammenarbeit sehen, gehen wir diesen Optionen auf den Grund.

Welche Leute sind es denn, die Sie brauchen, um Ihre Vision umzusetzen?

Wir suchen nach leidenschaftlichen und interessierten Mitarbeiter*innen, die die Herausforderungen und Möglichkeiten dieser Aufbruchsphase reizen. Leute mit einer positiven Haltung zu Veränderungen.  

Gleichzeitig möchten wir alle, die bereits bei SafeLane arbeiten, ermutigen, sich für Veränderungen zu öffnen, zu überlegen, wie Dinge vielleicht anders und besser gemacht werden können, um unsere Ziele zu erreichen, der Idee einer Familie näherzukommen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Was tun Sie für die interkulturelle Integration?  

Ich bin stolz darauf, dass wir in dieser Hinsicht schon jetzt Vorreiter in unserer Branche sind!  Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund sollen unbedingt Platz in unserer Unternehmenskultur finden – nicht zuletzt auch deshalb, weil sie uns einen Zugang zu weiteren Talenten und Fähigkeiten verschaffen, der uns sonst verwehrt bliebe.

Dieser Ansatz macht es auch möglich, Immigrant*innen zu unterstützen. Deutschland ist eines der wesentlichen Zielländer für Menschen, die neue Wege eingeschlagen haben. Bei SafeLane tun wir alles, um diese Menschen zu unterstützen. So haben wir beispielsweise auch Mitarbeiter*innen aus Syrien und der Türkei in unserem Team.  Voraussetzung ist nur, dass sie dazu bereit sind, die deutsche Sprache zu lernen und sich selbst in unsere Gesellschaft zu integrieren.

In diesem Punkt knüpfe ich an meine vorherige Tätigkeit in Afrika an. Dort haben wir die Mitarbeiter*innen dazu aufgerufen und dabei unterstützt, die Initiative zu ergreifen, Impulse zu setzen und Motivation aufzubauen. Menschen, die sich in die Unternehmenskultur von SafeLane Global integrieren wollen, sind bei uns immer herzlich willkommen!

Auch im Hinblick auf die Sprachkenntnisse wollen wir Eigeninitiative bei den Leuten sehen, die bei uns an Bord kommen wollen. Ohne die deutsche Sprache geht es bei SafeLane nun mal nicht. Deshalb setzen wir Sprachkenntnisse mindestens auf B2-Level voraus. Bringen sie die mit, unterstützen wir sie, ihre Sprachkompetenzen kontinuierlich zu verbessern – zum Beispiel durch Learning on the Job oder gezielte Sprachkurse. Wir gucken uns jede Mitarbeiterin bzw. jeden Mitarbeiter individuell an, um jede bzw. jeden genau dort zu unterstützen, wo es am wichtigsten ist.