Notfalleinsatz nach Sprengstoffanschlag in Mogadischu

Soforthilfe nach bislang schwerster Explosion in Mogadischu.

Am 14. Oktober 2017 kam es in der somalischen Hauptstadt Mogadishu zur schwersten Explosion, die die Stadt je gesehen hatte. Das in Somalia stationierte Team von SafeLane Global war umgehend zur Stelle: Schon am 16. und 17. Oktober rückte ein siebenköpfiges Bergungsteam von SafeLane mit Sprengstoffspürhunden an. 

Am 14. Oktober 2014 explodierte ein mit Sprengstoff beladener Tieflader vor dem Safari Hotel in Mogadischu. Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Bombe in der Größenordnung von 300 kg gehandelt haben muss. Die Druckwelle war jedenfalls bis in unser zwei Kilometer entfernt gelegenes Camp Banadir zu spüren. 

Sämtliche Gebäude im Umkreis von 300 m wurden irreparabel beschädigt, Tausende von Menschen wurden verletzt und leider mehr als 300 Menschen getötet.

Das Team von SafeLane Global reagierte in zwei Phasen: Zunächst haben wir auf eigene Initiative hin alle verfügbaren Ressourcen den Kriseninterventionsteams zugeteilt bzw. an das African-Union-Krankenhaus am Flughafen sowie die Notfallsammelstellen am Flughafen Mogadischu verlegt. Unsere Berater, überwiegend Ärzte, unterstützten die Kriseninterventionsteams und das Personal im Flughafenkrankhaus und leisteten Erste Hilfe auf dem Weg ins Krankenhaus.

In der zweiten Phase haben wir im Auftrag des Minenaktionsdienstes der Vereinten Nationen (UNMAS) des United Nations Support Office in Somalia Fachleute für die Entschärfung von Sprengfallen, Berater, Kampfpioniere, Ärzte und Sprengstoffspürhundeteams an den Einsatzort gebracht, um die Maßnahmen vor Ort zu unterstützen.

Am 15. Oktober 2017 riegelte die Mission der Afrikanischen Union den Tatort ab. Gleichzeitig wurde SafeLane informiert, dass unsere Spezialisten für Sprengfallen, Kampfmittelräumung, Risikobewertung sowie ärztliches Personal gebraucht werden würden. Um 14.30 Uhr folgte dann der formale Auftrag, und innerhalb einer Stunde war das SafeLane-Team vor Ort.

SafeLane Global hat die Räumstelle eingerichtet, die beschädigten Gebäude stabilisiert, dem Kommandeur der somalischen Streitkräfte zur Seite gestanden, gemeinsam mit zivilen Helfern Trümmer geräumt sowie eigene Ausrüstung eigesetzt – und nicht zuletzt haben wir die obligatorische Post-Blast-Investigation (PBI) durchgeführt.

Mithilfe der Daten aus der Post-Blast-Investigation konnten die Behörden ermitteln, wie der Sprengsatz konstruiert war und woher der Sprengstoff kam. Das wiederum liefert wertvolle Hinweise, wie solchen Vorfällen künftig besser vorgebeugt werden kann – indem etwa verhindert wird, dass die entsprechenden Materialen entwickelt, gefördert oder abgebaut werden. Damit wird der al-Shabaab-Bewegung der Zugang zu Sprengstoffen erschwert, sodass sie es schwerer hat, Sprengfallen zu bauen.

Die Mitarbeiter von SafeLane Global sind zwar nicht für die Suche nach Überlebenden und Leichen in einem Rettungseinsatz ausgebildet – allerdings war ihr Know-how zur Abwehr von bzw. der kontrollierten und systematischen Suche nach Sprengfallen eine wertvolle Unterstützung.

Das über zwei Phasen laufende SafeLane-Projekt in Somalia markiere unsere erste Beteiligung an einem humanitären Einsatz – durchgeführt unter extremem Zeitdruck, außerhalb des normalen Leistungsspektrums und zudem in einer unbekannten, weitgehend zerstörten Umgebung. Doch der Aufwand war es wert, denn so konnten die Menschen schneller zurück in ihren Alltag. Und die, die geliebte Bekannte und Verwandte verloren hatten, konnten einen Abschluss finden.

Jeder Einzelne ist stolz darauf, Teil dieses Teams gewesen zu sein: Sie haben hohe Flexibilität bewiesen und auch unter widrigsten Umständen entschlossen gehandelt, um ihren Einsatz erfolgreich zu beenden.

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