Frank Walther, fachtechnische Aufsichtsperson

Nach 28 Jahren bei SafeLane und seinen Vorgängerunternehmen hat sich Frank Walther im Januar 2022 in die Rente verabschiedet. Ein Rückblick auf seine Karriere.

„Ich bin immer schon gerne draußen gewesen. Das ist bis heute so geblieben“, sagt Frank Walther über seine Entscheidung, sich nach einer Lehre und Tätigkeit als Starkstromelektriker für die Kampfmittelräumung zu entscheiden.

Ganz freiwillig kam die Entscheidung nicht: Frank Walthers Betrieb machte 1994 dicht, sodass der gebürtige Magdeburger eine andere Tätigkeit brauchte. Über einen Freund im Anglerverein erfuhr er von freien Stellen in der Kampfmittelräumung.

Frank Walther stieg um. Sein erster Einsatzort war die Colbitz-Letzlinger Heide, ein seit 1934 militärisch genutztes Gelände, in dem die Bundeswehr heute in Teilen noch ein Gefechtsübungszentrum unterhält. Sein erster Auftraggeber: GRV Luthe – ein Vorgängerunternehmen von SafeLane Global.

28 Jahre Treue gehalten

Die Baustellen wechselten, der Arbeitgeber blieb bis zur Rente. Das hat seinen guten Grund: „Bei SafeLane hast du deinen Lohn bzw. dein Gehalt immer pünktlich auf dem Konto. Du findest bis zum Geschäftsführer immer ein offenes Ohr. Es gibt Wertschätzung für deine Arbeit, was sich nicht nur an Gehalt und Beförderung zeigt, sondern auch an einer ordentlichen Weihnachtsfeier und einer Arbeitskleidung vom Mercedes unter den Anbietern.“

Einzigartige Perspektive auf Deutschland

Frank Walther war seit 1999 als fachtechnische Aufsichtsperson und Räumstellenleiter viel unterwegs. „In der Kampfmittelräumung lernst du Deutschland kennen. Du kommst an Stellen, an die du sonst nie kommen würdest, lernst verlassene Liegenschaften kennen und folgst den Spuren historischer Ereignisse“, so der 63-Jährige. Die führten ihn oft genug auch zu direkt zu Kriegstoten, wie etwa bei der Räumung der Fläche für die Umgehungsstraße in Brieskow-Finkenherd.

Einblick in die Geschichte

Gleich elf Tote wurden damals gefunden und von Mitarbeitern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen. Außerdem stießen er und sein Team nach Hinweisen aus der Bevölkerung auf die sterblichen Überreste von zwei SS-Soldaten, die an den Füßen mit Stacheldraht zusammengebunden und in einem Graben verscharrt worden waren. „Der geschichtliche Kontext ebenso wie die Chance, Soldaten vielleicht noch anhand ihrer Marken identifizieren zu können, ist ebenso interessant wie die sichere Identifizierung und Bergung der Fundmunition“, sagt der Vater längst erwachsener Kinder.  

Mitunter wurde auch das Militaria-Interesse in ihm geweckt. So stieß er einmal auf einen opulenten russischen Orden und freute sich schon darauf, hier vielleicht einem hochgestellten Armeeangehörigen auf der Spur zu sein. „Ein Blick in die Bücher hat dann doch gezeigt, dass der Orden lediglich einem Angehörigen der Gardearmee gehört haben muss.“

Für unser aller Sicherheit

Munition zu finden, das ist wichtig für ihn. Gemerkt hat er das immer, wenn er mal monatelang nichts gefunden hat. Doch auch im Falle solcher Durststrecken war ihm immer klar, wofür er seinen Job macht: „Wo wir waren, schließen wir ein Kapitel des Krieges und steigern die Sicherheit der Menschen.“

Wissen erhalten und weitergeben

Als erfahrener Kampfmittelexperte hat er immer darauf Wert gelegt, sein Know-how weiterzugeben. „In der Kampfmittelräumung steht ein Generationswechsel an. Mein in mehreren Ordnern gesammeltes Wissen über Munitionskunde habe ich an die Jungfeuerwerker in Hanau übergeben“, sagt Frank Walther.

Auch bei der täglichen Arbeit hat er vor allem sicherheitsrelevante Hinweise an die Kollegen gegeben – immer daran denken, dass verkrustete Munition noch bezündert sein kann, dass Munition niemals geworfen werden darf und nicht mit dem Spaten gesäubert werden darf …

Verantwortung abgeben

Nun freut sich Frank Walther darauf, keine Verantwortung mehr für andere tragen zu müssen, nicht mehr ständig aufpassen zu müssen: „Ich werde mich weiter im Schützenverein und im Anglerverein engagieren, aber das Thema Kampfmittel werde ich hinter mir lassen.“

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