Kampfmittelbergung an der Küste und im Landesinneren

Kampfmittelbergung im Greifswalder Bodden, an der Ostmole Stalsund und im Wallgraben Schwalmstadt.

In deutschen Binnengewässern und Meeren liegen noch gewaltige Mengen an nicht explodierten Kampfmitteln. Teilweise zufällig, weil das jeweilige Areal Kampfgebiet war. Teilweise absichtlich, weil Munition nach dem Krieg in großen Mengen im Meer verklappt worden ist. So sollen in den deutschen Ostseegewässern mindestens noch 300.000 Tonnen Kampfmittel liegen. Unsere Projekte im Greifswalder Bodden, an der Ostmole in Stralsund und im Wallgraben Schwalmstadt zeigen beispielhaft das Spektrum unserer Leistungen im Bereich Kampfmittelbergung im und unter Wasser.

Die Umgebung der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde war im zweiten Weltkrieg Ziel massiver Bombardierungen. Entsprechend ist dieser Standort unbedingt als Kampfmittelverdachtsfläche einzustufen. Vor dem Rückbau zweier Messplattformen des Entsorgungswerks für Nuklearanlagen (EWN) im Greifswalder Bodden nahe Lubmin wurden wir daher vom EWN beauftragt, das Arbeitsgebiet rund um die Plattformen auf Kampfmittel zu untersuchen.

Projektstart war im November 2018. Eine entscheidende Voraussetzung waren Spezialschiffe mit Stelzen, die für einen sicheren Stand bis auf den Meeresboden abgesenkt werden können. Bei den Untersuchungen selbst haben wir zwei Verfahren eingesetzt: zum einen die Bohrlochsondierung für die mehr als 200 Bohrungen mit drei bis sechs Metern Bohrtiefe in der Nähe der Spundwandkästen, zum anderen das Tri-axis-Fluxgate-Elektro-Magnetik-Verfahren (TFEM-Verfahren). Sobald die Messergebnisse der Sondierungen vorlagen, wurden sie ausgewertet und die Verdachtspunkte näher untersucht.

Munitionssondierung an Messplattformen des Entsorgungswerks für Nuklearanlagen im Greifswalder Bodden

Im Wallgraben der historischen Festungsanlage von Schwalmstadt (Hessen) wurden immer wieder Munition und Waffen aus beiden Weltkriegen gefunden. SafeLane Global wurde 2018 beauftragt, die Munitions- und Kampfmittelfreiheit herzustellen, um weitere Gefährdungen zu vermeiden.

Den Kleinen Wallgraben mit ca. 14.500 m² konnten wir bereits im Mai 2019 als kampfmittelfrei an die Stadt übergeben. Dazu wurden 20.200 m³ Sediment durchsiebt und ca. 450 kg Kampfmittel geborgen. Ein Teil der Funde war nicht transportfähig, sodass er vor Ort gesprengt werden musste.

Die Arbeiten am Großen Wallgraben sind in vollem Gange. Hier müssen auf einer Fläche von 30.000 m² rund 45.000 m³ Sediment von gefährlichen Altlasten befreit werden.

Kampfmittelräumung im Wallgraben Schwalmstadt

Auch im Vorfeld der Bauarbeiten an einem Wasserwanderrastplatz an der Ostmole der Hansestadt Stralsund galt es zunächst, Kampfmittelfreiheit herzustellen und Stahlschrott zu beseitigen. Dafür hat SafeLane Global 2018 gesorgt: Auf über 10.000 m2 Wasserfläche haben wir mithilfe eines Bergemagneten ca. 7 t Stahlschrott beräumt und außerdem ca. 4.800 m Bohrlochsondierung an den Spundwandkästen durchgeführt. Die Auswertung der Bohrlochsondierungen ergab 33 Anomalien in 3–7 m Tiefe. Unsere Taucher haben diese Stellen freigelegt, die Kampfmittel identifiziert und geräumt. Die Höhepunkte der Arbeiten waren in diesem Fall allerdings andere, denn über die Kampfmittel hinaus haben wir ein Holzwrack sowie zwei Stahlwracks mit einem Gesamtgewicht von fast 61 t aus der Sohle geborgen!

Im Mai 2019 konnte dann die der Wasserwanderrastplatz mit 25 Gastliegeplätzen inklusive Strom- und Trinkwasseranschluss als neue Attraktion eröffnet werden.

Kampfmittelräumung an der Ostmole in Stralsund

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